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Aktuelles im Mai – 7G-Edition

Das Journal

Ein leidiges Thema: das Protokoll. Irgendwie sind alle (oder zumindest ich als Meister) froh, eine Erinnerungsstütze zu haben und andererseits aber auch nicht auf der Arbeit sitzen zu bleiben. Bisher hatten wir es daher so gehalten, dass zu Beginn ein (mehr oder minder) Freiwilliger gekürt wurde, der dann für diese Sitzung das Protokoll verfertigen durfte. Als Anreiz lockte ich mit AP, variabel nach Güte (und obgliatorisch: Vollständigkeit) des selbigen. Auf Unmut gestoßen ist jedoch die Diskrepanz aus IT- und OT-Fortschritt bei eine*r Spieler*in, weshalb fortan in der 7G-light-Gruppe das Protokoll keine AP mehr gewinnt, stattdessen etwas mehr AP pro Sitzung verteilt werden (also alle genau so viel bekommen, wie wenn sie immer abwechselnd ein mittelprächtiges Protokoll verfertigten) und zur Befürchtung steht (bei mir), dass die Qualität dieser darunter leiden wird. Sei’s drum, dies führt mich nämlich direkt zum nächsten Punkt.

Charakter- und Spielerwissen

Da wir alle DSA-Anfänger sind, besteht insbesondere bei den Spielern (ich meinerseits habe mich in Quellenbände gestürzt und gewälzt, was ich finden konnte) bisweilen eine Diskrepanz zwischen IT- und OT-Wissen. Wenn der Spieler mehr weiß als der Charakter, kann man sich ja dumm stellen, weiß jedoch der eigene Charakter auf einmal mehr als man selbst, wird es schwierig. Man kann das über Talentproben regeln, dafür sind sie ja auch da, klar. In Konversationen hilft das trotzdem nicht weiter. Beispiel:

mokoscha
Mokoscha, aus: wiki aventurica

In der letzten Sitzung hatte ich sie in einem Gehölz auf Hanija, die jüngste Tochter der vor 1300 Jahren auf dem Scheiterhaufen verbrannten letzten al’hanischen Königin Merischja, treffen lassen.    In einem Pentagon-Heiligtum des Mokoscha, dessen Grenz-Monolithen mit heschinjaschen Zauberglyphen versehen sind, hat sie die Zeiten überdauert (und es dennoch zu einer beachtlichen Alterung gebracht, Satuaria lässt nicht mit sich spaßen, ganz lässt es sich nicht nehmen, was sein ist). Zu allem Überfluss hat sie den SC auch noch eine Pergamentrolle (mit den al’anfanischen Sprüchen) und einen der sieben Siebenstreich-Kelche (den sie von Basilius dem Großen überreicht bekommen hat mit dem Auftrag, ihn an einen Würdigen beizeiten weiter zu reichen) mitgegeben. In einer hesindianischen Vision hat sie nämlich Tharsonius Bel’Ghor zurückkehren und Dere in tiefes Dunkel stürzen sehen. Da ein SC aus der Region kommt, seine Familie hier tief verwurzelt ist, und er auch noch Viertelmagier ist (ohne es selbst zu wissen), wurde er von Hanija auserkoren, Übermittler dieser wichtigen Artefakte zu sein.

So weit, so gut.

Im Gespräch war dank eines mit einem Verständigungszauber belegten Honigs, der die SC hat verstehen lassen, was Hanija sprach (sie jedoch nicht, gut, dass zwei gebrochen Tulamidiya sprechen und Alaani dem wohl ähnlich genug ist – manchmal spricht ja auch der Blick in fragende Gesichter Bände), Konversation mit einigen Mühen möglich. Auch war viel von Ereignissen weit vor der bekannten Zeit die Rede, dass also weder Spieler noch Charaktere darüber Bescheid wissen mussten. Wo allerdings der nächste Hesinde-Tempel liegt, oder Bei(y)lunk, Warunk, Ysilia, die Hanija auf der gezeigten Karte wohl ein Begriff waren, den Charakteren auch, da waren die Spieler an den Grenzen ihres eigenen Wissens angelangt. Sträfliches Versäumnis von Seiten der Spieler (sie hätten sich ja damit beschäftigen können) und/oder des Meisters (der hätte ja ein Handout oder einen 10-facts-to-know-Text vorbereiten können) höre ich da schon die ersten rufen.

Doch halt!

aylinwissencover.jpgWas im Nachgespräch nämlich geschah, dass hat mir das Herz aufgehen lassen: Die Spieler haben einhellig beschlossen, dass jeder, der mag, zu einem inneraventurischen Thema, das ihn/sie gerade sehr interessiert, einen kurzen Vortrag vorbereitet (10-12 Minuten). Und dass man ja vielleicht eine Sitzung dafür aufwenden könnte, einen Spickzettel anzulegen, auf dem steht, was der eigene Charakter so weiß.

Wie nebenstehend zu sehen, hat ein*e Spieler*in auch sofort begonnen, ein Wissensbuch anzulegen.

Zwei haben sich für die nächsten beiden Wochen mit je einem Vortrag angekündigt (über die Zwölfe und dem Mittelreich in Geschichte, Politik, Organisation). Mal schauen, wie gut sich das schiere Ausmaß inneraventurischer Quellen auf 10-12 Minuten herunterbricht (eine schöne und anspruchsvolle Aufgabe), ich bin jedoch sehr zuversichtlich.

Absolut begeistert bin ich davon. Nicht nur, Interesse zu zeigen, sondern auch noch dieses mit den anderen auf solch schönem Wege teilen zu wollen, ist, finde ich, nicht selbstverständlich. Auch wenn sie das hier vermutlich nicht lesen werden (da es absolut nicht safe to read ist), möchte ich meinen Spielern der 7G-light- aka Tobrien-Gruppe ein dickes, ein sehr dickes Lob aussprechen!

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