Das Schwarze Auge, In Alarichs Gnaden

[02] In Alarichs Gnaden – Von Berler nach Wutzenwald

Unsere Gruppe hat inzwischen das Ziel des Travia-Zuges, Wutzenwald, erreicht. Überdies zeichnet sich terminlich eine stärkere Regelmäßigkeit ab (wöchentlich!), sodass mit ebenso regelmäßigen Updates gerechnet werden darf (ermangelt es doch an einem Protokoll anderer Coleur).

24. TSA 1031BF

Nachdem wir Berler hinter uns gelassen haben, kamen wir recht ereignislos zum Ziel unseres Zuges: Butzbach [Anm. d. Übersetzers: gemeint ist Wutzenwald]. Dies liegt in einer größeren Lichtung  um einen Hügel herum gruppiert, den ein Wehrtempel der Herrin Rondra krönt. Entsprechend residiert der hiesige Baron Aldoron von Wutzenwald auch nicht hier, sondern in seiner Residenz etwa zwei Tagesreisen von hier mitten im Wald. Dass er die Verwaltung größtenteils dem Pfleger des Landes, Pater Balduin von Weißenau der Peraine, der dem zweiten Tempel dieser Stadt vorsteht, überlässt, scheint auf allgemeine Akzeptanz zu stoßen, wie mir Vater Hardwulf von Wutzenwald unserer Herrin Rondra, seines Zeichens ein rüstiger Kämpe der göttlichen Leuin, der, obschon eines Armes verlustig und nun ebenfalls mit der Linken fechtend, sich im Zweikampf zu behaupten weiß, versicherte, als wir gegen Mittag unter dem Jubel der hiesigen Bevölkerung in die Stadt einzogen.

Wie ich diese Zeilen niederlege, entsinne ich mich eines Traumes vorvergangene Nacht. In diesem ritt ich an der Spitze eines bunten Haufens aufrechter Streiter unter PRAios‘ Licht einer dunklen und schier endlosen Menge an Feinden entgegen, während das blutige Schwert in meiner Hand, noch benetzt von erst kürzlichem Kampfe, mir Stärke und Zuversicht verströmte. Ob dies ein Zeichen der Unbesiegten in Alveran ist? Ich werde mich diesbezüglich morgen an Vater Hardwulf wenden.

Auf den letzten Tagen unserer Reise haben sich vermehrt einige der guten Darpater zu meinen allmorgendlichen Exerzitien gesellt, und gestern wusste ich sie durch einen einfachen Galopp mit gesenkter Lanze zu entzücken. Wahrlich, wenn es um dieses Land doch schlecht bestellt scheint, so sehe ich Hoffnung, wenn alle Untertanen so tüchtig sind wie diese.

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