Das Schwarze Auge, In Alarichs Gnaden

[03] In Alarichs Gnaden – Ein unangenehmer Zwischenfall

26. TSA 1031BF

Im letzten Licht des Tages lege ich diese Zeilen nieder, während das Auge des PRAios langsam hinter den fernen wipfelumkrönten Hügeln versinkt. Gestern noch hat Pater Balduin uns persönlich für das sichere Geleit des Zuges gedankt, woraufhin Herr von Binsböckel, die beiden Fährtensucherinnen, der Angroscho und ich Bruder Travinor auf seinem nun weniger beschwerlichen Rückweg zu begleiten begonnen. Jedoch fand diese in leichtem Sinn begonnene Reise eine jähe Unterbrechung als wir auf halbem Weg zur sicheren Reichsstraße einen Bauernhof passierten, an dem wir zuvor genächtigt hatten. Die sehr TRAviagefälligen Bewohner hießen uns nun nicht willkommen. Im Gegenteil fanden wir den Hof verheert, das Vieh, den Oheim erschlagen, die Jungen entführt. PERaine gib, dass die alte Bäuerin nicht ihren Wunden erliegen möge und Bruder Travinor sie sicher nach Butzbach bringe. Ob sie in ihrem einfachen Gemüt die Schrecken, die ihr widerfahren sind, wird überwinden können, wird sich zeigen. Möge TRAvia dieser schlichten, gottestreuen Seele gnädig sein.
Im Angesicht dieser kleinen Widrigkeit hat eine der Späherinnen die Flucht ergriffen. Mögen RONdra und PRAios ihr diese Feigheit entsprechend entlohnen. So habe ich mich in Begleitung der zweiten Späherin, die bislang einen vertrauenswürdigeren Eindruck auf mich gemacht hat [Anm. d. Übersetzers: Es findet sich an dieser Stelle folgende Randnotiz: „Elfe?“], und des Angroschos, der neben seiner Armbrust wohl auch mit Magie umzugehen versteht – Möge PRAios geben, dass sie diesem nicht so sehr den Kopf verdreht, wie menschlichen Magiern! Doch hat auch er bisher einen räsonablen Eindruck hinterlassen – an die Verfolgung der Schurken gemacht, die diesen Hof überfallen und mehrere Personen geraubt haben. Angeblich steht ihnen ein Magier vor, der sie in einem dunklen Ritual falschen Götzen zu opfern gedenkt, was es zu einem doppelten Gebot erhöht, diesen Strauchdieben ihr schändliches Handwerk zu legen.

Soeben kömmt die Fährtensucherin zurück – bei FIRun, hoffentlich hat sie die Spur wiedergefunden, diese Jagd verspricht, interessant zu werden.

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