Das Schwarze Auge, In Alarichs Gnaden

[05] In Alarichs Gnaden – Mogulengefälle

27. TSA / 28. TSA

PRAios, Dir sei Dank für Dein Licht, das uns geschienen in dunkelster Stunde, da wir uns gegenübersahen dem Götterfrevler Nekorius, umringt von seinen untoten Schergen und im Begriffe, die beiden Bauern in einem dunklen Ritual unheiligen Götzen zu opfern. RONdra, Dir zu Ehr erschlugen wir das lästerliche Gezücht ohne Zagen, ohne Zaudern. Möge BORon in seiner tiefen Weisheit die Seele des Magus richten, so wie wir seinen Körper dem reinigenden Feuer übergeben werden.

Nach dem Kampfe stellte ich mit glücklichem Erstaunen fest, dass die beiden Bauern, derentwegen wir hierhergekommen, die Schwelle zu BORons Reich noch nicht überschritten und die übrigen Gefangenen, obschon ausgemergelt, so doch ein gutes Bild der zähen, tapferen Darpat’schen Landbevölkerung abzugeben scheinen. Wenig verwunderlich, waren die Bediensteten durch den Kampfeslärm geweckt worden und halfen uns, als sie der frohen Kunde gewahr wurden, sogleich bei der Versorgung der ehemals Eingekerkerten.
Zu unser aller Verwunderung wusste eine Magd von einem großen Menschenauflauf auf dem Schlossplatze zu berichten, trotz der späten Stunde. Gerüchte scheinen sich schnell zu verbreiten in dieser Stadt. Ohne zu zögern schulterte ich den leblosen Korpus des dunklen Magus, ihn den Bewohnern dieser Stadt zu zeigen und Zeugnis davon abzulegen, dass mit dem Fall dieses selbsternannten Moguls auch seine frevlerische Herrschaft über diese Stadt und die Umgegend ein Ende gefunden hat. Bevor ich jedoch zu einer passenden Ansprache kommen konnte, empfing uns Voigt Zordan, indem er uns den Schlüssel der Stadt als Insignie der Herrschaft überreichte.

Dieser Verantwortung nachzukommen, sehe ich, ob meines Standes und der bedrückenden Umstände in diesen Landen, außer Frage stehend. Erste Pläne reifen bereits in meinem Kopfe, während der Umfang dieser Aufgabe sich nur langsam erschließt. Allein wird diese Aufgabe nicht zu bewältigen sein, und so hoffe ich auf den Beistand meiner bisherigen Weggefährten. Obschon sie wohl kaum für die schwierige Aufgabe des Herrschens bereit sind, kann ihre Expertise in ihren jeweiligen Professionen von unschätzbarem Wert sein für die erfolgreiche Verwaltung der schwierigen Aufgaben, die vor uns liegen. Auch bin ich mir inzwischen sicher, dass ich ihnen vertrauen kann, was in diesem bisweilen götterverlassenen Landstrich keine Selbstverständlichkeit mehr zu sein scheint.

Doch die Bürger harren einer aufbauenden Ansprache, und so hebe ich an, Repräsentant der zwöfgöttlichen Ordnung und der kaiserlichen und ständischen Herrschaft in diesem von Not und Elend hart geprüften Landstrich:

Bürger von Zweimühlen!

Ich bin Alarich Leuenhardt von Löwenhaupt zu Dogulsbruch und habe euch frohe Kunde zu berichten.

Mogul Nekorius ist tot! PRAios Licht hat ihn gerichtet und BORon wird über seine Seele wachen. Seine untoten Schergen liegen erschlagen und zu Staub zerfallen hinter diesen Mauern, seine Macht über diesen Ort ist gebrochen. Mit der Götter Hilfe haben wir Zweimühlen, haben wir euch von seiner frevlerischen Knechtschaft befreit.
Ich weiß, es gibt viel zu tun. Vieles liegt im Argen, Menschen leiden Not und Hunger. Viel zu lange schon haben Recht und Ordnung diese eure Heimat gemieden.
Wir stehen hier als Licht der Hoffnung. Und mit PRAios Hilfe werde ich mein Möglichstes tun, in Zweimühlen und den umliegenden Dörfern die zwölfgöttliche Ordnung wiederherzustellen und aller Unbill zu trotzen.
Zweimühlen gehört zu Darpatien und Darpatien gehört zum Kaiserreich. Entschieden und nötigenfalls mit dem Schwert werde ich mich jedem entgegenstellen, der dies anzuzweifeln wagt
Doch wer für die Götter ist, für den Frieden und für die gerechte Sache, der schließe sich uns an. Gemeinsam werden wir eure Heimat erneut befrieden, und alle hungrigen Mäuler schließen. Wir werden die Tempel wiederaufbauen und auch die Brücke, auf dass sich wieder Händler in diese Stadt wagen.
Drum verbreitet die Kunde in alle Umgegend, dass Zweimühlen wieder unter zwöfgöttlicher Herrschaft steht, dass Zweimühlen wieder dem Kaiserreich gehört. Und da dies ein großer Tag ist, werden wir in zwei Wochen Zeit vom heutigen Tage an ein großes Fest begehen genau hier, auf diesem Platze. Bis dahin sei der Körper dieses schwarzen Magus allen zur Mahnung aufgebahrt und hergerichtet, wie die Tradition es gebietet. Zum Festauftakt jedoch wird es ein großes Freudenfeuer geben, in dem wir seinen Körper den reinigenden Flammen übergeben werden, auf dass allen bezeugt werde, dass seine schändliche Herrschaft über diesen Ort ein für alle Mal ein Ende gefunden hat.

Und nun lasst uns beten und danken den Göttern! Ist ein Geweihter unter euch, möge er hervortreten und das Gebet anführen. Alle anderen, neiget eure Knie und euer Haupt vor den Überderischen und stimmt ein in dies Dankgebet!

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